Selbstverteidigung / Hosinsul

Als Grundlage der Selbstverteidigung gilt in Deutschland das Notwehrgesetz .

 

BGB § 227 Notwehr

(1) Eine durch Notwehr gebotene Handlung ist nicht widerrechtlich.

(2) Notwehr ist diejenige Verteidigung, welche erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwehren.

 

BGB § 230 Grenzen zur Selbsthilfe

(1) Die Selbsthilfe darf nicht weitergehen, als zur Abwendung der Gefahr erforderlich ist.

 

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Der Begriff Hosinsul umfaßt die Selbstverteidigung gegen bewaffnete und unbewaffnete, plötzliche Angriffe. Hosinsul erfordert den gesamten Menschen.

Der Schüler soll in der Lage sein, sich blitzschnell gegen jegliche Art von Angriffen (Festhalten, Angriffe durch mehrere Gegner, Angriffe mit Messer oder Stock, etc.) erfolgreich zur Wehr zur setzen. Dies erfordert eine hohe Entwicklung von psychischen und physischen Fähigkeiten. Ziel ist es u.a.,

die eigene Schocksekunde klein zu halten und sofort zu reagieren.

Die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist hierbei unbedingt zu beachten (s.o. Notwehrgesetz).

Der Schüler soll lernen, daß er viele Möglichkeiten zur Abwehr eines Angriffs hat und dass es von Vorteil ist, wenn er die Kraft des Gegners gegen denselben verwenden kann. Die Kenntnis über die sogenannten Vitalpunkte erleichtert das Herbeiführen der Kampfunfähigkeit des Gegners erheblich.

Desweiteren kann man den Gegner durch Anschreien, Tritt gegen das Schienbein, Werfen eines Gegenstandes oder ähnliche Aktionen in einen kurzen Schockzustand versetzen, den man zum eigenen Gegenangriff nutzen kann.

Über alledem sollte der Schüler beachten, daß ein Rückzug bei einem Angriff mit einem Messer oder einer anderen Waffe immer die beste Tatik darstellen sollte.

 

Beim Hosinsul lernt der Schüler u.a. :

 

- Falltechniken (Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, Flugrolle, Flugrolle über ein Hindernis, Sturz vorwärts, Sturz seitwärts, Sturz rückwärts, etc.)

- Lösen von Umklammerungen (von vorne und von hinten), Lösen von Festhaltegriffen (von vorne und von hinten) im Stand sowie aus der Bodenlage

- Lösen von Festhaltegriffen (von vorne und von hinten) mit anschließender Wurftechnik (Hüftwurf, Schulterwurf, Fußfeger, etc.)

- Lösen von Festhaltegriffen (von vorne und von hinten) mit anschließender Schlag- oder Fußtechnik 

- Abwehr von Handtechniken mit anschließenden Hebel-, Wurf- und Festhaltetechniken 

- Abwehr von Fußtechniken mit anschließenden Hebel-, Wurf- und Fußtechniken

- Abwehr von bewaffneten Angriffen mit Messer, Stock, Schusswaffe, Baseballschläger, etc. mit anschließenden Schlag-, Fuß-, Hebel-, Wurf- und Festhaltetechniken

- Gegentechniken