Schrittkampf / Taeryon

Bildquelle: Taekowno-Club Broicher Siedlung e.V. Taeryon

Diese Partnerübungen entstanden in

der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg,

als man in Korea die Vorläufer des

heutigen Wettkampfsportes Taekwondo

noch kontaktlos ausführte.

Die Übungen erlaubten es den Trainern,

die Schüler stufenweise an den

Freikampf heranzuführen.

 

Die erste Stufe bildete der

Dreischrittkampf (Sambo-Taeryon).

Hierbei wurde ein Angriff mit drei

Schritten und vorgegebenen Angriffs-

aktionen mit Blockübungen gekontert.

 

Dem folgten der Zweischrittkampf (Ibo-Taeryon) und der Einschrittkampf (Ilbo-Taeryon). Erst nachdem durch diese Übungen das Gefühl für die Distanz bei der Abwehr, Angriff und Konterangriff aufgebaut waren, durfte der kontaktlose freie Kampf praktiziert werden. Im Dojang wurde diese Übung nicht als Wettkampf ausgeführt und folglich als Sparring verstanden.

 

Obwohl sich das Taekwondo in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert hat und traditionelle Partnerübungen weitestgehend ausgestorben sind, hat sich das Ilbo-Taeryon speziell in Deutschland u.a. auch in der Prüfungsordnung behaupten können. Das wird der Tatsache geschuldet, daß die DTU das Taekwondo mit all seinen Bestandteilen (Sport und Kampfkunst) pflegt.

Hierzu gehören dann neben dem olympischen Sport auch der Formenlauf, Bruchtestübungen und Selbstverteidigung.

 

Ilbo-Taeryon bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl von Angriffstechniken und Angriffszielen kontaktfrei zu trainieren. Es ist deshalb auch eine gute Vorübung für die Selbstverteidigung. Außerdem werden das Erlernen der richtigen Distanz bei Angriffs- und Konteraktionen sowie die Kontrolle des Gleichgewichts ermöglicht. Diese Form des Sparrings bietet die Möglichkeit zu vielen Aufgabenstellungen; das können u.a. Angriffskombinationen oder schnelle Folgen von Angriffstechniken sein. Aber auch Konterübungen oder das Erlernen von Verhaltensweisen im Kampf können Inhalte dieser Trainingsform darstellen.

 

Das Sparring sollte daher von allen Altersstufen - natürlich angepaßt - trainiert werden. Es verhilft nicht nur zu einer effektiveren Selbstverteidigung, sondern bildet auch einen wichtigen Bestandteil beim ganzheitlichen Erfassen des Taekwondo.